Station 13: Botanischer Garten

 

Die Universität Konstanz wurde 1966 gegründet. Sechs Jahre später entstand ein erster provisorischer Garten in Konstanz-Egg. Bis 1997 folgten dann der Bau von Gewächshäusern und Laboren sowie die Bepflanzung des neuen Freilands am heutigen Standort, dem Heizwerk. Hier wird zu Pflanzenökologie und -physiologie geforscht.

Die Uni Konstanz besitzt ca. 1.400 Pflanzenarten in ihrer Sammlung. Die Samen aus Konstanz sind im Austausch mit über 350 weiteren Sammlungen und botanischen Gärten international gefragt. Seit 2005 werden seltene Arten verschiedenster Lebensraumtypen aus der Bodenseeregion in einer sogenannten Erhaltungssammlung gepflegt.

Daneben ist für den Naturschutz vor allem die Erforschung eingeschleppter invasiver Pflanzen von Bedeutung, welche heimische Arten verdrängen. Die invasiven Arten werden mit den heimischen in ihrem Ausbreitungserfolg verglichen. Die Forschung beachtet auch den Einfluss des Klimawandels und von Mikroplastik.

In der dem Botanischen Garten angegliederten Waldparzelle ist ein Waldlehrpfad eingerichtet, in dem es vor allem um die Wechselwirkungen im Waldökosystem geht. Und auch die Tierwelt wird durch extra geschaffene Trockenmauern, Sandflächen, Mini-Tümpel und Bienenhotels gefördert. Für das Publikum sind sogenannte "Biodiversitätsmodule" aufgebaut, die aufzeigen, wie man die Artenvielfalt im eigenen Garten erhöhen kann.

Der Botanische Garten ist von Montag bis Freitag geöffnet. Einmal monatlich gibt es Führungen zu verschiedenen Themen, oft auch durch die Gewächshäuser. Informationen dazu findet ihr auf der Webseite der Uni Konstanz.

 

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